Über Uns

Vielen Dank für Euer begeistertes Feedback, die Konzerte und Workshops im letzten Jahr waren geprägt von spontanen Begegnungen auf der Bühne und viel gemeinsamer Musik. Auch in diesem Jahr möchte wir globale Musikkultur und ihre Szenen mit euch zelebrieren.

Roots & Sprouts geht in die 3. Runde mit einem Jahresprogramm – vorerst digital

Im dritten Jahr seines Bestehens wächst das Programm von Roots & Sprouts durch die Kooperation mit zwei monatlich stattfindenden Konzertreihen.

Mit den Sesiones del Sur erweitern wir den musikalischen Fokus um westafrikanische und lateinamerikanische Musik. Die Hijaz Klezmer Jam Sessions bereichern das Programm mit Konzerten aus der Klezmer- und Balkanszene und Musik aus dem Mittelmeerraum.

Außerdem bringen wir mit der dreiteiligen Konzertreihe 2gather Musiker*innen auf die Bühne, deren Kooperation wir besonders fördern möchten, da wir uns davon eine spannende Fusion erhoffen. Eingeladen haben wir herausragende Instrumentalist*innen, die genreübergreifend in mittelöstlicher, alter, mediterraner Musik und im Jazz zu Hause sind. Ihr dürft also weiterhin auf ein handverlesenes Programm gespannt sein.

2gather

Die Sesiones sind eine Reihe von Konzert-Sessions, die seit Oktober 2018 monatlich in Leipzig stattfinden. Der Fokus liegt auf lateinamerikanischer Musik und ihren afrikanischen, indigenen und europäischen Wurzeln. Die Konzerte zeigen Facetten der südamerikanischen Musik, die in Europa nicht so bekannt sind und die oftmals unter Latin Music subsumiert werden. Beispiele dafür sind die afrobrasilianischen und afrovenezolanischen Rhythmen, hauptsächlich aus der Yoruba-Tradition (um Benin/Nigeria), der Forró aus dem Nordosten Brasiliens, die Cumbia Llanera, der Joropo und andere Besonderheiten dieser Region, wie der Merengue Caraqueño. Beim teilweise offenen Konzertformat sind Gastmusiker*innen anderer Genres, wie dem Jazz eingeladen sich einzubringen. In nur einem Jahr hat „Sesiones del Sur“ mehr als ein Dutzend repräsentativer Musiker*innen aus der westafrikanischen und lateinamerikanischen Szene Leipzigs in sein Programm aufgenommen und mit Gastkünstlern wie Jalikebba Kuyateh (Gambia), Andrés Izurieta (Argentinien) und der legendären Jazz-Kraut-Rock-Band Embryo zusammengearbeitet. Im Jahr 2020 werden die Sesiones del Sur ihr Konzert-Session-Format beibehalten, aber auch die Beteiligung internationaler Gastkünstler soll weiter intensiviert werden.

„Hijaz“ ist der türkische und arabische Name einer Tonleiter, die von vielen Menschen traditionell als Tonart verwendet wird, in der klassischen europäischen Musik findet sie jedoch nur selten Verwendung. Der Name steht für die stilistische Ausrichtung der Jamsession: Neben Klezmer und anderen osteuropäischen Stilen, wird arabische, griechische und türkische Musik ebenso wie spanische und portugiesische gespielt. Die jeweilige Ausrichtung der einzelnen Sessions gibt die Band vor, welche den Abend mit einem kurzen Konzert beginnt. Das Konzert macht Musiker*innen und Besucher*innen mit dem jeweiligen Stil bekannt und soll helfen gewohnte Spielmuster aufzubrechen. So kann Improvisation mit neuen Impulsen entstehen. Die Session ist auch der Versuch, das Nebeneinander der türkisch-, kurdisch-, arabisch- und deutschsprachigen Communitys aufzubrechen. Vor allem Leipziger Gruppen sind eingeladen die Session-Opener zu spielen. Gelegentlich bereichern weitere bekannte Gruppen aus anderen Orten die Konzerte.

„together“ – „to gather“ – „two

Zwei, die sich begegnen, die zusammen spielen

Mit der dreiteiligen Konzertreihe 2gather, erhalten je zwei bis drei Musiker*innen, die entweder noch nicht gemeinsam auf der Bühne standen oder deren Kooperation noch sehr jung ist, die Möglichkeit, eine musikalische Kooperation in einer dreitägigen kreativen Phase vorzubereiten und in einem Konzert zu präsentieren.